KUNSTGESPRÄCH MIT KLAVIERMUSIK – PEPITA SALON

  • Fri, 09. Oct, 20:00 Uhr

Zentrum für Kunst
Hermann-Ritter-Straße 108 E
28197 Bremen

Großer Saal/ EG

PEPITA Salon – der Kunsttalk

Seit einigen Jahren veranstalten Pia van Nuland und Peter Bernholt ihren PEPITA Salon. Eine Talkshow mit Musik bei der in lockerer Atmosphäre KünstlerInnen über Werk und Leben interviewt werden. Normalerweise findet der Salon in ihrem Wohnzimmer statt. Diesmal im großen Theatersaal des Zentrum für Kunst, um den Abend einem größeren Publikum zu öffnen.

An diesem Abend sprechen Pia van Nuland und Peter Bernholt mit den Künstler:innen Sibylle Springer und Tom Gefken über Kunst, Erinnerung und gesellschaftliche Perspektiven.

Begleitet von Nicolai Thein am Flügel, entsteht ein Abend in entspannter Atmosphäre.

Eintritt frei

Über die Künstler:innen

Frei nach Susan Sontag:

»Ich male, um herauszufinden was ich denke, und was es bedeutet.«

Gefkens Arbeiten bewegen sich im Bereich der Malerei, meist Öl auf Leinwand, Papierarbeiten in Mischtechnik, Wandinstallationen sowie in Form von Objektkästen. Er beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit dem Thema Erinnerung. Ausgangspunkte sind oft Fotos aus anonymer Provenienz, eigene und mediale Fotos. Durch Übermalungen und das wieder Freilegen von Schichten entstehen diffuse Bildräume, die oft durch gegenständliche Setzungen oder Schrift besetzt werden. Zwischen Orientierung und Ungewissheit entsteht ein Bildraum, in dem persönliche Erinnerungen und kollektive Vorstellungen ineinandergreifen. 

Sibylle Springer setzt sich in ihrer Arbeit mit der Rolle und Wahrnehmung der Frau in unserer Gesellschaft auseinander, insbesondere mit der Sichtbarkeit (fast) vergessener Künstlerinnen der Kunstgeschichte. In ihren Malereien und textilen Arbeiten thematisiert sie Künstlerinnen wie Rachel Ruysch (1664–1750) oder die Nürnberger Schwestern Barbara und Regina Dietzsch (18. Jhd.), indem sie ihre Werke aufgreift, neu interpretiert und in einen zeitgenössischen Kontext setzt.

Neben historischen Bezügen reflektiert sie aber auch (Selbst-) Darstellungen von Künstlerinnen auf Social Media und thematisiert die medialen Inszenierungen von Pop-Ikonen wie Madonna, Britney Spears oder Taylor Swift. In jüngeren Arbeiten bricht Springer die traditionelle Leinwand auf, zupft Garne heraus oder überführt ihre Bildinhalte in textile Skulpturen, Kleidung (wie Pullover) und Strickarbeiten. Dadurch möchte sie Kunst auch außerhalb des elitären Galeriebetriebs erfahrbar machen.

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