Schall und Rauch

  • Premiere: Fri, 19. June, 19:30 Uhr
  • Sat, 20. June, 19:30 Uhr
  • Sun, 21. June, 16:00 Uhr
  • Fri, 26. June, 19:30 Uhr
  • Sat, 27. June, 16:00 Uhr
  • Sat, 27. June, 19:30 Uhr
  • Sun, 28. June, 16:00 Uhr

Zentrum für Kunst
Hermann-Ritter-Str. 108 E
28197 Bremen

Kleiner Saal/ EG

Inszenierter Live-Audiowalk

Dritter Teil der Reihe Bremer Orte im radikalen Wandel.

Mit dem inszenierten Live-Audiowalk „Schall und Rauch“ setzen Katrin Bretschneider & Company ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schauplätzen der jüngeren Bremer Geschichte fort. Im Zentrum der Reihe stehen einstmals identitätsstiftende Orte, an denen heute nur noch wenig an die Vergangenheit erinnert. Das partizipative Format des Audiowalks beschwört die Geschichte dieser Orte herauf, schafft Überlagerungen zu Gegenwart und Zukunft und stellt sie in den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs.

Die beiden bisherigen Teile erzählten von der AG Weser und vom Überseehafen. Der dritte Teil führt nun über das Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik Martin Brinkmann AG im Bremer Stadtteil Woltmershausen. Das Unternehmen war einer der größten Zigarettenhersteller Europas. Zeitweise arbeiteten hier mehrere tausend Menschen, darunter überdurchschnittlich viele Frauen. Heute stehen die Maschinen still. Teile des Areals stehen unter Denkmalschutz, während sich der Stadtteil in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet.

Aktuell entwickelt das Immobilienunternehmen Justus Grosse das ehemalige Fabrikgelände zum sogenannten Tabakquartier weiter. Neben Wohnen und Arbeit soll insbesondere die Kunst künftig eine identitätsstiftende Rolle im Quartier übernehmen.

Der Titel „Schall und Rauch“ verweist bildhaft auf den gegenwärtigen Zustand des Ortes. Schall und Rauch sind flüchtig, schwer greifbar, ständig in Bewegung – wie der Prozess des Erinnerns. Der Tabakrauch steht für die industrielle Vergangenheit des Geländes, der Schall für die die künstlerische Intervention, die die fluide Beziehung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf sinnliche Weise erfahrbar macht. Zwischen dem Gehörten und dem heute Sichtbaren – oder Nicht-mehr-Sichtbaren – entsteht eine produktive Lücke. Der Ort erscheint als ein Raum des Dazwischen: nicht mehr das, was er war, und noch nicht das, was er sein könnte.

Solidarischer Eintritt: 20,-/ 15,-/ 10,- Euro

Konzept, Text & Stimme: Katrin Bretschneider
Sounddesign: Ilona Marti
Videodesign: Eike Buff
Dramaturgie: Alex Gesch
Produktionsleitung: Lara Löser

Eine Produktion von Katrin Bretschneider & Company in Trägerschaft von PiktoPanoptikum e.V. Das Projekt ist Teil des Residenzprogramms des Zentrums für Kunst Bremen 2025/26.

Gefördert von: Senator für Kultur Bremen, Zentrum für Kunst, Arbeitnehmerkammer Bremen, Karin und Uwe Hollweg Stiftung

Wer die bisherigen Teile der Reihe verpasst hat, findet die Download-Versionen der Audiowalks zu Überseehafen und AG Weser für die individuelle Nutzung per Smartphone und Kopfhörer unter www.katrin-bretschneider.de.

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