Kompositionen aus dem Konzentrationslager
In den Jahren 1940 -1945 waren im Konzentrationslager Theresienstadt ein Großteil der im tschechischen Raum berühmten jüdischen Komponist*innen und Musiker*innen interniert. Fast alle wurden in Auschwitz ermordet. Die Komponist*innen und ihre Kompositionen wurden während des Krieges als Propaganda für das Vorzeige-KZ Theresienstadt missbraucht und später für lange Zeit vergessen. Dieses moderierte Konzert gibt den wertvollen Werken dieser Komponist*innen eine Bühne.
Im Rahmen der Wanderausstellung im Zentrum für Kunst Bremen „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ möchte das Namu Ensemble zusätzlich die Geschichten von drei queeren Musiker*innen, deren Leben der Holocaust zutiefst betroffen hat, besonders hervorheben:
Der*die Sänger*in und Clown Hambo, die Cellistin und Dirigentin Frieda Belinfante und der Kabarettist Robert T. Odeman und deren unvorstellbare, aber auch verblüffende Erlebnisse werden im moderierten Programm eingehend erläutert.
Von und mit dem Namu-Ensemble.
Im Rahmen der Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ (bis 15. März).
Eintritt frei.
- Henriëtte Bosmans (1895-1952): **I. Andante mo/to moderato aus dem 2. Cellokonzert, 1923
- Pavel Haas (1899-1944): Bläserquintett Op. 10, 1929
- Rudolf Karel (1880-1945): Nonett Op. 43, 1945
- Gideon Klein (1919-1945): Streichtrio, 1944
- Hans Krasa (1899-1944): Drei Lieder für Bariton, Klarinette, Viola und Violoncello, 1943 (arr. für Fagott, Klarinette, Viola und Violoncello))
- Robert T. Odeman (1904-1985): Die Denkmalschänderin, 1934-1978
- Johann Strauss (1825-1899): * Trinke, Liebchen, trinke schnell aus Die Fledermaus, 1874
- Viktor Ullmann (1898-1944): Herbst für Sopran und Streichtrio (arr. für Oboe und Streichtrio), 1943
- llse Weber (1903-1944): Wiegala, 1942-1944
Ich wandre durch Theresienstadt, 1942-1944
